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Artenschutzstiftung: Aktuelles

2022

Fischadler soll sich wieder in Baden-Württem­ber­g an­sie­deln

Arten­schutz­stif­tung Zoo Karlsruhe unter­stützt NABU / Horst im Land­kreis Rastatt angebracht (Februar 2022)


Im Jahr 1907 wurde der Fischadler in Baden-Württem­berg durch­ ­Be­ja­gung ausge­rot­tet, zukünftig soll er wieder im südli­chen ­Land­kreis Rastatt brüten. Möglich gemacht wird das durch eine ­ge­mein­same Aktion des Natur­schutz­bunds Deutsch­land (NABU) und der Arten­schutz­stif­tung Zoo Karlsruhe. Eine künst­li­che Horst-Plattform wurde dafür auf einem geeigneten Baum im süd­li­chen Landkreis Rastatt in unmit­tel­ba­rer Nähe zu Rhein und Al­trhein aufgesetzt.

"Im Elsass haben sich 2019 am südlichen und mittleren Oberrhein wie­der Fisch­ad­ler­paare angesie­delt und erfolg­reich gebrütet. Das ist für uns auf der badischen Seite die einzig­ar­tige Chance, weiteren Paaren attraktive Brutplätze zur Verfügung zu stellen und sie somit bei uns wieder heimisch zu machen", erläu­ter­t ­Mar­tin Klatt, Arten­schutz­re­fe­rent beim NABU Baden-Württem­berg.

Das Forstamt des Landkrei­ses Rastatt hatte bei der Auswahl des Baumes geholfen, auf dessen Spitze der Horst befestigt wurde. Dr. Daniel Schmidt-Rothmund, Greif­vo­gel­ex­perte und Leiter des NABU-Vogel­schutz­zen­trums Mössingen, betätigte sich selbst als Baum­klet­te­rer, um die stabile Nisthilfe anzubrin­gen.

"Es ist klasse, wenn wir dem Fischadler hier helfen können", sagt Schmidt-Rothmund. Durch das Anbringen von künst­li­chen Hor­st­un­ter­la­gen, bevorzugt in hohen Kiefern, die die übrige ­Kro­nen­schicht eines Waldes überragen, ließen sich brutwil­li­ge ­Fisch­ad­ler­paare zur Nestanlage bewegen. Das sei aus jahr­zehn­te­lan­ger Erfahrung bekannt, erläutert Klatt.
Die Kosten in Höhe von 3.500 Euro übernimmt die Ar­ten­schutz­sti­fung Zoo Karlsruhe. "Wir unter­stüt­zen den NABU bei diesem Projekt sehr gerne. Für uns sind neben dem in­ter­na­tio­na­len Engagement gerade auch die Anstren­gun­gen für die Ar­ten­viel­falt unserer Heimat sehr wichtig", betont Dr. Clemens ­Be­cker, Vorstand der Arten­schutz­stif­tung und Arten­schutz­ku­ra­tor ­des Karlsruher Zoos.

"Es wäre sensa­tio­nell, wenn diese prächtigen Tiere auch wieder auf der badischen Seite brüten würden", freut sich Zoodi­rek­tor Dr. Matthias Reinschmidt, und ebenfalls Vorstand der Ar­ten­schutz­stif­tung. Die Nähe zum Rhein und die vielen ­Was­ser­flä­chen im mittel­ba­di­schen Raum würden die Region im süd­li­chen Landkreis Rastatt zum idealen Raum für die In­stal­la­tion von passenden Horst­un­ter­la­gen machen. Angebrach­te Wild­ka­me­ras können die Brut dokumen­tie­ren, sollten Fisch­ad­ler nach 115 Jahren erstmalig wieder Jungtiere in Baden-Württem­ber­g auf­zie­hen.


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Newsletter Nr. 15 im Februar 2022

Der Zoo startet in eine neue Saison 2022 und wird die Projek­te ­der Arten­schutz­stif­tung weiter entwickeln. Hier rücken neben den glo­ba­len Projekten in Südamerika, Afrika, Asien und Austra­li­en ­mehr und mehr auch Projekte in unserer Region und in Karls­ru­he in den Vorder­grund und gewinnen an Bedeutung.

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