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Artenschutzstiftung: Projekte

Afrika - Masai-Mara

Masai-Mara: Hilfe für Wildtiere in Afrika

Der Zoolo­gi­sche Stadt­gar­ten Karlsruhe startet eine Koope­ra­tion ­mit dem WWF (World Wide Fund For Nature), eine der größten in­ter­na­tio­na­len Natur- und Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen. Dabei wird ein eigenes Projekt der Arten­schutz­stif­tung in Kenia er­mög­licht.

Jahr­hun­derte lang lebten dort die viehzüch­ten­den Masai im Ein­klang mit der Landschaft und den Wildtieren. "Dieser Einklang ist aber durch die rasche Zunahme der Bevöl­ke­rung und ihrer Vieh­her­den immer mehr aus dem Gleich­ge­wicht geraten", berich­tet ­Jo­han­nes Kirch­gat­ter, WWF-Afrika-Referent, bei der Vorstel­lung ­des Masai-Mara-Projekts. Aktuell droht endgültig das Ende der fried­li­chen Koexistenz von Mensch und Natur: Das bisher ­ge­mein­schaft­lich genutzte Land wird nun an einzelne Famili­en ­ver­ge­ben und eingezäunt. Ausverkauf und indus­tri­el­le ­Land­wirt­schaft drohen. Das hat unabseh­bare Auswir­kun­gen auf das Gesamt-Ökosystem und die großen Wildtier­her­den.

"Der Schutz der nördlichen Masai Mara kann nur erreicht werden, wenn man die dort lebenden Menschen dauerhaft für den Na­tur­schutz gewinnt und dafür sorgt, dass sie selbst durch den Na­tur­schutz profi­tie­ren", erläutert Zoodi­rek­tor Dr. Matthias R­ein­schmidt, der selbst schon vor Ort war. Seit einigen Jahren wur­den mit Unter­stüt­zung des WWF sogenannte "Conser­van­cies", also Gemein­de­schutz­ge­biete, einge­rich­tet.

Nun müssen dringend weitere Gemeinden und ihre Mitglieder zur Teil­nahme gewonnen werden, um verblei­bende Lücken zu schließen, Wander­kor­ri­dore zu sichern und die Zerstörung und Zerschnei­dung ­der Lebens­räume zu verhindern. Mit der Arten­schutz­stif­tung hat der WWF nun einen starken Partner gefunden, um einen beson­der­s wich­ti­gen Wander­kor­ri­dor und Lebensraum zu sichern. Das Projek­t wird mit jährlich 50.000 Euro von der Arten­schutz­stif­tung ­ge­för­dert und ist auf fünf Jahre angelegt.